Unsere Kommunen sind die Herzkammern der Demokratie. Hier werden politische Entscheidungen greifbar und junge Menschen können unmittelbar demokratische Selbstwirksamkeit erfahren. Mit der neuen Broschüre „Beteiligung verankern, Zukunft gestalten“ gibt das Stark im Land-Programm Jugend bewegt Kommune praxisnahe Einblicke, wie sächsische Kommunen Beteiligung strukturell verankern und gemeinsam mit jungen Menschen Zukunft gestalten.

Praxis, die Mut macht: Vier Kommunen berichten
Wie gelingt nachhaltige Jugendbeteiligung in ländlichen Räumen? Vier Bürgermeister:innen aus Grünhainichen, Reichenbach/Oberlausitz, Bannewitz und Mittelherwigsdorf teilen ihre Erfahrungen. Sie berichten von Jugendclubs im Bauwagen, einem Tauschladen als Begegnungsort, einer kommunalen Jugendbeteiligungsrichtlinie mit eigenem Budget und Initiativen wie „MITMACHherwigsdorf“.
Die Beispiele zeigen: Beteiligung entsteht nicht von allein. Sie braucht Offenheit, verlässliche Strukturen und professionelle Begleitung. Genau hier setzt Jugend bewegt Kommune an. Mit Ideenwerkstätten, Jugendstammtischen, Steuerungsgruppen und langfristiger Prozessberatung werden vor Ort Räume geschaffen, in denen junge Menschen ihre Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen können.
„Man muss die Kinder und Jugendlichen auch mal machen lassen“, bringt es der Bürgermeister Markus Hallmann auf den Punkt. Wenn Kommunen bereit sind zuzuhören und Macht zu teilen, entstehen tragfähige Lösungen – und neues Vertrauen zwischen den Generationen.
Beteiligung als Investition in starke ländliche Räume
Ergänzt werden die Praxisberichte durch eine wissenschaftliche Einordnung von Dr. Axel Salheiser vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft. Seine Forschung zeigt: Wer früh erlebt, dass Beteiligung wirkt, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse und bleibt langfristig engagiert. Jugendbeteiligung stärkt damit nicht nur einzelne Projekte, sondern die Zukunftsfähigkeit ganzer Kommunen.
Die Broschüre steht ab sofort online zur Verfügung und lädt dazu ein, eigene Beteiligungswege vor Ort zu entwickeln und weiterzugehen: