b>j)΄!Pԫ&;"kB޶}pSVT(wę!j x;-m@JnQ+պכ7MajfJͱ4jѲ撆RxZMz7vIW/dٞТזcZM~ji ߒsQzԠDW3Den"M+/B:-uIJ7j委9p='mANޭ=/B:-n&nUfqxZM~c Ϲ+,&ᾺܢF[(1*" ϒ"Jԧ<;b" "jܢF[x ,!q қ*]/؝27SMcs"ޭDQ/应ܢF_! :s" 7`F+SVTn"IJnQ/应B 4 wD"IJ׭-`S9DrjiEJ߅gJ应矁[xZM~n"IB؃!'Тѕ+(mIKʭ/|ϐܢF[xZMzG %嬩/c[[ Aktuelles – Stark Im Land https://starkimland.de Praxisportal für Kinder- und Jugendbeteiligung Tue, 14 Jul 2026 13:57:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://starkimland.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-sil-kachel-invers-darkblue-32x32.png Aktuelles – Stark Im Land https://starkimland.de 32 32 Folge 41: Jugend im Dialog – Auftakt unserer Hoch vom Sofa! Sonderfolge mit Kezia https://starkimland.de/folge-41-jugend-im-dialog-auftakt-unserer-hoch-vom-sofa-sonderfolge-mit-kezia/ Wed, 15 Jul 2026 07:00:00 +0000 https://starkimland.de/?p=17417 Mehr lesen..]]>

In Folge 41 begrüßen euch Tina und Patrick als neue Hosts. Doch es gibt noch eine weitere Besonderheit. Wir treffen Kezia Welschke zum Auftakt unserer Hoch vom Sofa! Sonderfolgen „Jugend im Dialog“.

Über ein eigenes Jugendprojekt kam Kezia mit Hoch vom Sofa! in Kontakt und ist jetztals Projektbegleiterin und damit im Programmverbund Stark im Land tätig. Kezia nimmt uns in die Tätigkeit als Projektbegleiterin mit und berichtet von ihren Lieblingsprojekten und ihrer Motivation sich in der Kinder- und Jugendbeteiligung zu engagieren.

Außerdem erzählt uns Kezia, warum sie gerne Kopien von sich hätte und was sie als Ministerpräsidentin von Sachsen direkt umsetzen würde.

Jetzt anhören.

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Wir suchen Honorarkräfte: Moderation und pädagogische Begleitung im „Bürger:innenrat mit Kindern“ https://starkimland.de/wir-suchen-honorarkraefte-moderation-und-paedagogische-begleitung-im-buergerinnenrat-mit-kindern/ Tue, 14 Jul 2026 13:49:34 +0000 https://starkimland.de/?p=17420 Mehr lesen..]]> Du hast Erfahrung in der Arbeit mit Grundschulkindern und Freude daran, Beteiligungsprozesse kindgerecht zu gestalten?

Im Rahmen des Programms „Bürger:innenrat mit Kindern“ begleitet die DKJS zwei sächsische Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung von Beteiligungsformaten für Grundschulkinder. Ziel ist es, Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Perspektiven und Ideen in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen und sie als aktive Bürger:innen ihrer Kommune zu stärken. Die Kinder entwickeln in mehreren Sitzungen Empfehlungen zu einem kommunal relevanten Thema und übergeben diese zur Beratung an Vertreter:innen der jeweiligen Stadt.

Für die Kinder-Bürger:innenräte in Chemnitz und Leipzig 2026 suchen wir engagierte Honorarkräfte für die pädagogische Begleitung und Moderation der Sitzungen.

Alle weiteren Informationen findest Du in den Angebotsanfragen:

Wenn wir dein Interesse geweckt haben, dann schick uns dein Angebot inkl. folgender Inhalte:

  • Kurzvorstellung inkl. Darstellung der Eignung, fachlichen Qualifikation und Referenzen vergleichbarer Projekte
  • Angaben zur Verfügbarkeit im Leistungszeitraum

bis zum 02.08.2026 ausschließlich per E-Mail an Stefanie Lippitsch: stefanie.lippitsch@dkjs.de

Wir freuen uns auf Dein Angebot!

Das Programm wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


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Folge 40: Live-Podcast – Beteiligung als soziale Frage https://starkimland.de/folge-40-live-podcast-beteiligung-als-soziale-frage/ Thu, 02 Jul 2026 05:50:00 +0000 https://starkimland.de/?p=17366 Mehr lesen..]]>

In Folge 40 wagen Anikó und Julian den Schritt auf die große Bühne. Anlässlich der kürzlich veröffentlichten Analyse „Beteiligung als soziale Frage“ haben sie sich für einen Live-Podcast den Autor der Analyse, Alexander von Ende (DKJS), eingeladen. Um die Erkenntnisse zu diskutieren, haben sie sich außerdem zwei weitere Perspektiven dazugeholt: Nathalie Neumann bringt den jungen, engagierten Blick mit und Sophie Koch als Mitglied des Sächsischen Landtags die politische Perspektive.

Gemeinsam gehen sie der Frage nach: Warum ist es für junge Menschen oft so schwer, wirklich mitzubestimmen? Und woran liegt das eigentlich? Welche Rolle spielen Herkunft, Wohnort und die Ressourcen des eigenen Umfelds dabei? Und was braucht es, damit aus dem Wunsch nach Beteiligung echte Wirksamkeit wird?

Ein Abend voller Erkenntnisse und Erfahrungen – live vor Publikum im Kraftwerk Mitte in Dresden.

Jetzt anhören.

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Analyse: Beteiligung als soziale Frage https://starkimland.de/analyse-beteiligung-als-soziale-frage/ Thu, 11 Jun 2026 10:51:35 +0000 https://starkimland.de/?p=17225 Weiterlesen ...]]> Neue Analyse aus dem Stark im Land-Kosmos – jetzt online. Am 10. Juni haben wir sie in Dresden live vor Publikum diskutiert.

Junge Menschen wollen mitreden – und tun es längst: auf der Straße, in der Schule, online, im Verein, in der Feuerwehr, im Jugendclub. Woran es oft fehlt, ist nicht ihr Interesse, sondern die verlässliche Antwort darauf. Genau das ist der Ausgangspunkt unserer neuen Analyse Beteiligung als soziale Frage, die ab sofort als Themenseite online ist.

Die Analyse bündelt aktuelle Studien zu den Lebensbedingungen junger Menschen in Deutschland. Ihr zentraler Befund: Ob Kinder und Jugendliche Anerkennung, Selbstwirksamkeit und echte Mitbestimmung erleben, hängt stark davon ab, woher sie kommen, wo sie aufwachsen und welche Ressourcen ihr Umfeld hat. Die ungleichen Startchancen junger Menschen lassen aus sozialer Ungleichheit politische Ungleichheit werden.

Beteiligung scheitert nur selten an Motivation

Der vielleicht wichtigste Punkt: Es fehlt jungen Menschen nicht an Motivation oder politischem Interesse, sondern an Gelegenheiten, die tatsächlich etwas bewegen und genügend Ressourcen, um sich wirksam einbringen zu können. Wo Familienbeziehungen schwierig sind, die Schule als Stressfaktor empfunden wird, da bleibt nur wenig Kraft um sich zu beteiligen. Wo Beteiligung geschieht aber folgenlos bleibt – wo Ideen aufgeschrieben und dann in die Schublade gelegt werden –, da entsteht keine Erfahrung von Wirksamkeit, sondern das Gegenteil: Ohnmacht, Misstrauen, Rückzug.

Die Analyse fasst das in einer Passungsformel zusammen: Wirksame Beteiligung braucht drei Dinge zugleich – politische Beteiligungsrechte, angemessene Ressourcen und verlässliche Verfahren. Fehlt eine dieser Größen, taugen die anderen wenig. Ein Recht auf dem Papier nützt wenig, wenn niemand den Prozess unterstützend begleitet; und der beste Jugendtreff bringt wenig, wenn dieser am Ende aufgrund von Sparmaßnahmen schließen muss.

Für den ländlichen Raum hat das eine besondere Schärfe. Denn die Wohnadresse darf nicht darüber entscheiden, ob Demokratie überhaupt erfahrbar wird. Wo Angebote fehlen, Wege weit und kommunale Kassen leer sind, schrumpfen die Gelegenheiten zur Beteiligung oftmals zuerst – und treffen die am ehesten, die ohnehin weniger Rückhalt und Ressourcen haben um sich einzubringen.

Ein Abend in Dresden

Wie all das konkret aussieht, haben wir am 10. Juni 2026 live diskutiert – als Sonderfolge unseres Podcasts Stark im Land im Gespräch, vor Publikum im Medienkulturzentrum Dresden. Auf dem Podium trafen drei Blickwinkel aufeinander, moderiert von Anikó Popella und Julian Schmidt (beide DKJS): die Erfahrung von Nathalie Neumann, einer jungen Engagierten; die politische Sicht durch Sophie Koch (SPD), Mitglied des Sächsischen Landtags und Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt; die strukturelle Einordnung der Analyse durch den Autoren Alex von Ende (DKJS).

Ein Befund zieht sich durch das ganze Paper: Beteiligung ist ungleich verteilt, weil ihre Voraussetzungen sozial ungleich verteilt sind und je anspruchsvoller eine Beteiligungsform wird, desto sozial selektiver fällt sie aus. Wer sich engagiert, tut das selten aus dem Nichts. Dahinter stehen Zeit, sozialer Rückhalt und ein stabiles Umfeld, aber auch Erreichbarkeiten und Mobilität, finanzielle und psychische Ressourcen. Nathalie Neumann, die in Zittau den CSD organisiert, hat das an ihrer eigenen Anfangszeit beobachtet: „Als ich angefangen habe, mich zu engagieren, waren wir eine kleine Gruppe – und eigentlich alle aus relativ stabilen Verhältnissen. Das zeigt schon, wer überhaupt die Möglichkeit hat, sich einzubringen.“

Die Analyse beschreibt genau diese und viele weitere materielle Bedingungen von Beteiligung: Junge Menschen brauchen soziale Orte jenseits von Familie und Schule, um Aushandlung und Verantwortung überhaupt zu üben. Wo diese Orte fehlen oder schließen, sinken die Teilhabechancen zuerst. „Wir hatten in Zittau ein paar Räume, in denen wir uns treffen konnten – das hat unser Engagement überhaupt erst möglich gemacht“, so Nathalie. Das Paper sieht hier einen strukturellen Dreiklang: Orte zum Beteiligen, Mobilität um dorthin zu gelangen und Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, die den jungen Menschen dort zur Seite stehen. Für Alex von Ende folgt daraus eine klare Investitionslogik – gerade für den ländlichen Raum, wo Entfernungen zur Hürde werden: „Es muss in Räume für Jugendliche investiert werden und in Mobilität. Soziale Orte könnten ein Anker sein im ländlichen Raum: als junger Mensch in den Jugendclub kommen – und langfristig im Ort bleiben.“

Die Spur führt aber noch weiter zurück, an den Anfang jeder individuellen Biografie. Denn die soziale Ungleichheit, die das Paper beschreibt, wird früh eingebrannt – und je früher man sie unterbricht, desto größer der Effekt. Beim Thema materielle Voraussetzungen wurde von Ende deshalb deutlich: „Gegen Armut hilft Geld. Wir brauchen eine Kindergrundsicherung, die Familien entlastet. Wir brauchen massive Investitionen in frühe Bildung, in Kitas und Schulen – und das lohnt sich für den Staat. Die Rendite ist hier so hoch wie bei keiner anderen Investition.“

Geld und Orte sind die eine Seite. Die andere ist Beteiligung nicht nur als pädagogischen Zusatz zu verstehen, sondern als eine Entwicklungsaufgabe – etwas, das man nicht als Haltung lernen kann, sondern durch Selbstwirksamkeitserfahrungen erleben muss:

„Wir müssen Beteiligung als Entwicklungsaufgabe ernst nehmen. Und zwar früh und strukturell: in der Familie unter anderem bei der Urlaubsplanung, in der Kita nicht nur bei der Frage, was es zu essen gibt, in der Schule bei der Unterrichtsgestaltung und darüber hinaus. Wir müssen den Alltag mehr und mehr demokratisieren und jungen Menschen echte Gestaltungsmacht geben.“

Live-Podcast „Beteiligung als soziale Frage" in Dresden – Blick auf das Podium
© DKJS/Tine Jurtz

Dass diese frühen Erfahrungen so wichtig sind, hat eine Kehrseite, die im Gespräch immer wieder aufschien: das Gefühl, mit der eigenen Stimme nicht durchzudringen. Die Analyse benennt hierbei eine doppelte Marginalisierung – junge Menschen sind demografisch eine, im relativen Vergleich zu älteren Menschen, schrumpfende, und politisch eine unterrepräsentierte Gruppe. Nathalie Neumann kennt diese Erfahrung aus dem Alltag:

„Viele junge Menschen erleben derzeit eine große Ohnmacht: Es passiert unglaublich viel gleichzeitig, der Druck steigt – und wir sollen trotzdem funktionieren. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass unsere Stimmen auf höherer politischer Ebene kaum wahrgenommen werden. Dabei zeigen viele Beispiele vor Ort, wie gut echte Beteiligung funktionieren kann.“

An dieser Stelle kam die politische Perspektive ins Spiel. Sophie Koch verschob den Blick auf die Orte der Bundes- und Landespolitik, an denen über die Lebensbedingungen junger Menschen tatsächlich entschieden wird: „Am Ende treffen wir in den Parlamenten Entscheidungen, unter denen junge Menschen leiden oder von denen sie profitieren – umso wichtiger ist, dass ihre Perspektiven einbezogen werden.“ Der Einwand liegt nahe: Beteiligung sei kompliziert, man müsse erst die richtigen Verfahren finden. Genau dem widersprach Koch – mit einem Plädoyer fürs Anfangen:

„Wir müssen endlich mal anfangen und dürfen nicht immer nach der perfekten Lösung für Beteiligung suchen. Es geht darum, junge Menschen einzubinden, verschiedene Beteiligungsformate auszuprobieren und einfach umzusetzen.“

Bei aller Unterschiedlichkeit der Perspektiven zog sich ein roter Faden durch den Abend: Vor Ort, in der Kommune, ist Beteiligung am unmittelbarsten erfahrbar. Dort entscheidet sich, ob junge Menschen erleben, dass ihre Stimme zählt – eine Beobachtung, die Nathalie Neumann nach dem Gespräch ausdrücklich als ihren Hoffnungsanker benannte.

Eindruck vom Live-Podcast Beteiligung als soziale Frage in Dresden
© DKJS/Tine Jurtz
Podiumsgespräch zu Beteiligung als soziale Frage in Dresden
© DKJS/Tine Jurtz

Das Gespräch zur Analyse nachhören

Beim Live-Podcast am 10. Juni 2026 haben wir die Analyse Beteiligung als soziale Frage aus drei Perspektiven diskutiert: junges Engagement, politische Verantwortung und strukturelle Bedingungen von Beteiligung. Wer nicht dabei sein konnte, findet hier die vollständige Aufzeichnung – als Audio-Mitschnitt und als Video.

Audio-Mitschnitt

Videoaufzeichnung


Die Analyse – jetzt lesen

Für die vertiefte Lektüre gibt es die Langfassung. Für den schnellen Einstieg bündelt die Kurzfassung zentrale Befunde, Argumente und Empfehlungen.

Analyse · Langfassung

Beteiligung als soziale Frage

Die vollständige Analyse mit theoretischem Rahmen, empirischen Befunden, Quellenbasis und ausführlicher Argumentation.

162 Seiten, PDF

Analyse · Kurzfassung

Kernbefunde und Empfehlungen

Die Kurzfassung verdichtet zentrale Argumente, Befunde und Handlungsperspektiven für den schnellen Einstieg.

38 Seiten, PDF

Vier Factsheets als kompakte Zugänge zu Beteiligung als sozialer Frage

Die Factsheets verdichten die Analyse entlang ihrer zentralen Argumentationslinie: Familie und Schule prägen als Sozialisationsinstanzen, ob junge Menschen Anerkennung, Schutz und Selbstwirksamkeit erfahren. Partizipieren beschreibt, wie aus diesen Erfahrungen demokratische Handlungsfähigkeit entstehen kann. Die Synthese führt diese Ebenen zusammen und zeigt, warum ungleich verteilte Ressourcen, Räume und Verfahren Beteiligung zu einer sozialen Frage machen.

Vorschau Factsheet Familie unter Druck

Familie unter Druck

Familie ist der erste Ort, an dem junge Menschen Gesellschaft erfahren. Sie kann schützen, stärken und Orientierung geben — aber nur im Rahmen der Ressourcen, die ihr selbst zur Verfügung stehen. Wo Armut, Zeitdruck, unsichere Arbeit oder fehlende Infrastruktur den Alltag prägen, wird Familie zum Ort verdichteter sozialer Ungleichheit.

Lesen, wenn: Sie verstehen wollen, wie familiäre Ressourcen, Armut, Zeit und Infrastruktur darüber mitentscheiden, ob junge Menschen Schutz, Anerkennung und erste Mitbestimmung erfahren.

Vorschau Factsheet Schule unter Druck

Schule unter Druck

Schule übersetzt gesellschaftliche Ungleichheit in konkrete Alltagserfahrungen. Hier entscheidet sich, ob junge Menschen Anerkennung, Förderung und Selbstwirksamkeit erleben — oder ob Herkunft, Wohnort, Personalmangel und selektive Strukturen ihre Möglichkeiten begrenzen. Schule ist damit nicht nur Bildungsort, sondern Prüfstein sozialer Gerechtigkeit.

Lesen, wenn: Sie nachvollziehen wollen, wie Schule soziale Herkunft, Ausstattung und Wohnort in Bildungschancen, Anerkennung und demokratische Erfahrung übersetzt.

Vorschau Factsheet Partizipieren als Entwicklungsaufgabe

Partizipieren als Entwicklungsaufgabe

Partizipieren ist keine Haltung, die junge Menschen einfach mitbringen. Es ist eine Entwicklungsaufgabe, die Rechte, Räume, Rückmeldung und reale Einflussmöglichkeiten braucht. Wo Beteiligung nur abgefragt wird, aber folgenlos bleibt, lernen junge Menschen nicht demokratische Wirksamkeit, sondern die Grenzen ihrer eigenen Macht.

Lesen, wenn: Sie Beteiligung als Entwicklungsaufgabe verstehen wollen — und warum diese politische Rechte, ausreichende Entscheidungsspielräume und erfahrbare Folgen braucht.

Vorschau Factsheet Aufwachsen unter Druck

Aufwachsen unter Druck

Die Analyse führt Familie, Schule, Sozialraum und Politik zusammen: Junge Menschen müssen innere Motivation mit äußeren Möglichkeiten verbinden können. Wo Ressourcen, Anerkennung und verlässliche Verfahren ungleich verteilt sind, wird Beteiligung zur sozialen Frage — und Aufwachsen zur Frage demokratischer Stabilität.

Lesen, wenn: Sie die Gesamtthese der Analyse erfassen wollen: Beteiligung wird zur sozialen Frage, wenn Ressourcen, Räume und Verfahren ungleich verteilt sind.

Alle Fassungen, alle Factsheets – und in Kürze der Mitschnitt des Abends – liegen gebündelt auf der Themenseite:

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Folge 39: Kommunen – Die Herzkammern unserer Demokratie https://starkimland.de/folge-39-kommunen-die-herzkammern-unserer-demokratie/ Tue, 12 May 2026 05:30:00 +0000 https://starkimland.de/?p=16973 Mehr lesen..]]>

In Folge 39 ist alles ein bisschen anders: Statt des gewohnten Podcast-Formats mit Anikó und Julian hört ihr eine besondere Talkrunde mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus Sachsen, die wir im April 2026 aufgezeichnet haben. Durch das Gespräch führt diesmal unsere Stark im Land-Kollegin Tina Jakubowski.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Was passiert, wenn Kommunen jungen Menschen wirklich zuhören? Aus Bannewitz, Grünhainichen, Mittelherwigsdorf und Reichenbach/O.L. berichten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von ihren Erfahrungen mit echter Jugendbeteiligung – und davon, wie sich ihre Gemeinden dadurch verändert haben. Begleitet wurden alle vier Kommunen auf diesem Weg durch das Stark im Land-Programm Jugend bewegt Kommune.

Freut euch auf ehrliche Einblicke, inspirierende Gespräche und neue Perspektiven. Viel Freude beim Zuhören!

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Kommunen – Die Herzkammern unserer Demokratie https://starkimland.de/stark-im-land-im-gesprach-video-talk/ Tue, 12 May 2026 05:28:00 +0000 https://starkimland.de/?p=16978 Weiterlesen ...]]> Neuer Video-Talk mit sächsischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern jetzt online!

Was passiert, wenn Kommunen nicht nur über junge Menschen sprechen, sondern gemeinsam mit ihnen Zukunft gestalten?

In der neuen Talk-Runde „Kommunen – Die Herzkammern unserer Demokratie“ von Stark im Land berichten vier Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Bannewitz, Grünhainichen, Mittelherwigsdorf und Reichenbach/O.L. offen über ihre Erfahrungen mit Kinder- und Jugendbeteiligung in ihren Kommunen. Sie erzählen von ersten Schritten, Herausforderungen und davon, wie Beteiligung vor Ort neue Impulse für das demokratische Miteinander geschaffen hat.

Beteiligung in der kommunalen Praxis

Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen aus der kommunalen Praxis:
Wie gelingt es, junge Menschen ernsthaft einzubeziehen? Was braucht es, damit Beteiligung langfristig wirkt? Und wie verändern sich Kommunen, wenn Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen und mitentscheiden?

Dabei wird deutlich: Beteiligung funktioniert nur, wenn junge Menschen erleben, dass ihre Ideen tatsächlich ernst genommen werden. Markus Hallmann, Bürgermeister von Mittelherwigsdorf, beschreibt es so:

„Die jungen Menschen müssen merken, dass man es ernst meint. Dass man ihre Ideen nicht nur aufschreibt und in eine Schublade legt. Etwas umzusetzen ist ganz wichtig!“

Wie konkrete Beteiligung demokratische Prozesse erfahrbar machen kann, zeigt auch Heiko Wersig, Bürgermeister von Bannewitz:

„Unsere Jugendlichen erleben damit ganz unmittelbar demokratische Entscheidungsprozesse. Sie stellen einen Antrag, nehmen an der Sitzung teil und stimmen ab und erleben unmittelbar die Umsetzung im Folgenden.“

Die vier Kommunen wurden dabei im Rahmen des Stark im Land-Programms Jugend bewegt Kommune der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) begleitet und dabei unterstützt, tragfähige Beteiligungsstrukturen aufzubauen und Kinder- und Jugendbeteiligung nachhaltig zu verankern.

Die Talk-Runde macht deutlich: Beteiligung ist kein Zusatzprojekt, sondern ein wichtiger Baustein für lebendige Demokratie und zukunftsfähige Kommunen.

👉 Jetzt Talk ansehen:


👉 Oder als Podcast anhören:

Praxiswissen zum Nachlesen

Die Erfahrungen und Entwicklungen der vier Kommunen sind außerdem in der Broschüre
„Erfahrungen und Erfolgsgeschichten aus sächsischen Kommunen – Stark im Land“
zusammengefasst.

Die Publikation bietet praxisnahe Einblicke, konkrete Erfahrungen aus der kommunalen Arbeit und Anregungen für Städte und Gemeinden, die Kinder- und Jugendbeteiligung stärken möchten.

👉 Jetzt Broschüre herunterladen:

Denn die Beispiele zeigen: Jede Kommune kann ihren eigenen Weg zu mehr Beteiligung finden – wenn junge Menschen ernst genommen und Prozesse gemeinsam gestaltet werden.

Lassen Sie uns kommunale Beteiligung gemeinsam weiterdenken und Demokratie vor Ort stärken.

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Folge 38: Mit dem Herz an den Menschen https://starkimland.de/folge-38-mit-dem-herz-an-den-menschen/ Thu, 30 Apr 2026 13:16:26 +0000 https://starkimland.de/?p=16968 Mehr lesen..]]>

In Folge 38 sprechen Anikó und Julian mit Franziska Mascheck. Ihr Weg führte sie von Musik, Tanz, Theater und kultureller Arbeit eher überraschend in den Deutschen Bundestag.

Gemeinsam blicken sie auf ihr Aufwachsen zwischen Stadt und ländlichem Raum, auf prägende Erfahrungen in Vereinen und erste Formen von Engagement – und wie daraus ein Weg in die Politik wurde. Franziska erzählt, warum es entscheidend ist, den Alltag der Menschen im Blick zu behalten, um gute Entscheidungen zu treffen, und weshalb sich der Blick über den eigenen Gartenzaun hinaus immer lohnt.

Eine persönliche Folge über Umwege, Motivation und den Mut, Verantwortung zu übernehmen.

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Ein Projekt im Interview – Radeberger Jugendliche sprechen über ihren Treff und Hoch vom Sofa! Projekt. https://starkimland.de/ein-projekt-im-interview-radeberger-jugendliche-sprechen-ueber-ihren-treff-und-hoch-vom-sofa-projekt/ Tue, 28 Apr 2026 11:46:27 +0000 https://starkimland.de/?p=16952 Mehr lesen..]]>

„Die Mitwirkungsmöglichkeiten können der nachwachsenden Generation deutlich machen, dass es im demokratischen System und in der eigenen Lebenswelt wichtig und notwendig ist, sich einzumischen – und dass diese Einmischung erfolgreich sein kann. Die Erfahrung der Selbstwirksamkeit im politischen Raum wiederum schafft Möglichkeiten, sich mit dem eigenen Lebensumfeld – sei es in der Kommune oder in Institutionen – zu identifizieren.“

BMFSFJ: Qualitätsstandards für Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, 2015, 3. Auflage, S. 7.

Hier ist es wie ein großer „Gruppenchill“!

Es ist quasi immer Gewusel im Jugendfreizeitzentrum in Radeberg, einem von nur zwei sozialpädagogisch betreuten Jugendtreffs in der Region östlich von Dresden. Alle Jugendlichen sind hier im Teenager-Alter, kennen sich nur teilweise durch die Schule und haben an sich (gäbe es diesen Treff nicht) wenig bis nichts miteinander zu tun.

Das macht es herausfordernd für Sozialarbeiter Ludwig, der immer auf der Suche nach gemeinsamen und motivierenden Aktionen für alle ist. Er möchte, dass die Einzelnen oder Grüppchen so zusammenwachsen, dass gegenseitige Rücksichtnahme, Respekt, Verständnis und Toleranz ins Haus einziehen. Verantwortung übernehmen und selbstständig etwas auf die Beine stellen, ohne von Erwachsenen abhängig zu sein, ist seine Vision.

Da kam das Programm Hoch vom Sofa! gerade zum richtigen Zeitpunkt. Wenn etwas Neues von außen in eine „Bubble“ hineingetragen wird, sorgt das neben Neugier natürlich auch für Skepsis. Aber es gab ein Ziel, das dafür sorgte, dass 10 bis 15 Jugendliche sich auf das Projekt der besonderen Art eingelassen haben: die Bar sollte neu und cool gestaltet werden. Dass schließlich auch die Wände einen frischen Anstrich bekamen, war wohl dem Spaß geschuldet, den die Jugendlichen am praktischen Tun in IHREM Club hatten.

Rückblickend befragt, gaben uns vier junge Männer ein Meinungsbild zu Hoch vom Sofa! und damit werden Damian, Marlin, Tim und Vinzenz zitiert:

„Das Gefühl der eigenen Verantwortung ist im
Projektverlauf mehr geworden“

Wie war es am Anfang, als euch das Förderprogramm vorgestellt wurde?

„So eine Vorstellung war mal was Neues“ (Marlin) und „es ist immer ganz interessant, neue Leute kennen zu lernen“ (Vinzenz). „Außerdem war Louie [Red.: Spitzname des Programmbegleiters] ziemlich entspannt und es ist sinnvoll, dass eine Person solche Förderprogramme erklärt“ (Tim).

Wie seht ihr Hoch vom Sofa! im Nachgang?

Hoch vom Sofa! ist was Gutes. Jugendliche können Geld kriegen“ (Damian) und „aus dem Geld kann man was Cooles machen“ (Marlin).

Wie war es so als „Projekt-Team“?

„Wir haben am Anfang ‘ne Liste gemacht und durchgefragt, wer Lust hat. Ich denke, wir haben gut zueinandergefunden und uns immer gegenseitig unterstützt. Zusammen geht echt mehr als allein“ (Tim). „Das Gefühl der eigenen Verantwortung ist im Projektverlauf mehr geworden“ (Damian) und „das Team besteht teilweise jetzt noch. Eigentlich mussten wir damals die Gruppe in zwei Teams teilen – Bar und Streichen, die dann wie in Schichten Arbeitseinsätze gemacht haben. Bei der Aktion haben uns Handwerker unterstützt, die man mit zum Team zählen sollte“ (Damian). Für diejenigen, die immer alle zusammengehalten haben, gibt’s seitdem sogar einen Spitznamen: die OG‘s [Red.:heißt so viel wie die Originalen oder die Obergangster]“ (Ludwig). „Das Wichtigste: alle sind zufrieden mit der Bar!“ (Tim).

Gabs Anerkennung für das, was ihr geschafft habt?

„In erster Linie von Ludwig“ (Damian). „Aber auch von Elternteilen, die fanden, dass es echt cool geworden ist“ (Tim), aber auch „von uns selbst. Wir haben viel gelernt!“ (Marlin). „Und die Stadtverwaltung wird sich auch noch eine anerkennende Überraschung einfallen lassen und bei uns vorbeikommen.“ (Ludwig)

Was waren eure persönlichen Highlights?

„Wir haben die Bar geschafft, nachdem es am Anfang echt lange gedauert hat!“ (Damian). „Es war ein gutes Gefühl, als es irgendwann fertig war“ (Tim) und „selbst zu gestalten, macht echt Spaß!“ (Marlin). „Durch eigene Arbeit ist was Schönes rausgekommen“ (Vinzenz) und „die Eröffnungsfeier war riesig!“ (Ludwig).

Was hat das Projekt nun gebracht?

„Die Leute reden mehr miteinander. Die Atmosphäre ist viel ansprechender geworden und schließlich macht es hier Laune, Menschen zu treffen, die man mag“ (Damian).


„Selbst zu gestalten, macht echt Spaß!“

Apropos „hier“: Welchen Sinn seht ihr in einem Jugendfreizeitzentrum?

„Hier ist es cool, weil es genug Abwechslung gibt – sei es durch Gaming, Simulator, Boxsack, Tischtennisplatte oder auch durch Aktionen wie Grillen, Ausflüge oder Selbstverteidigungskurse. In Radeberg gibt es nix zu tun außer hier im und am Haus. Ohne JFZ wäre die Stadt noch viel toter. Hier ist es wie ein großer Gruppenchill“ (Damian).

Könntet ihr euer Projekt unter ein Motto stellen?

„Upgrade Jugendclub“ (Marlin) oder „never give up“ (Vinzenz).

Wie geht’s nun weiter?

„Wir haben noch einiges vor: eine Graffitiwand im Außengelände, die Bar weiter gestalten (zum Beispiel mit einem 3m großen Aufkleber, gesponsert vom ansässigen Textilladen) oder einen Raumtrenner mit coolem Design. Hierzu wollen wir ein Trabbi-Heck besorgen und aus der Wand schauen lassen. Verbunden mit dem Fahrsimulator wird das echt abgefahren.“ (Damian und Ludwig)

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Die magischen drei E’s: Eigeninitiative – Engagement – Eppendorf https://starkimland.de/die-magischen-drei-es-eigeninitiative-engagement-eppendorf/ Tue, 21 Apr 2026 12:19:05 +0000 https://starkimland.de/?p=16942 Mehr lesen..]]>

„Kinder- und Jugendbeteiligung umfasst mehr als „das offene Ohr“ der Kommune für die Anliegen und Wünsche der jüngeren Generationen. Wenn man die Bedeutung des Wortes „Partizipation“ ernst nimmt, bedeutet das für erwachsene Entscheidungsträger, einen Teil ihrer Entscheidungsgewalt an Kinder und insbesondere Jugendliche abzugeben. Denn echte Partizipation beinhaltet die Möglichkeit, an Entscheidungen mitzuwirken, diese mitzugestalten und mitzutragen.“

Ein Jugendclub mit Geschichte

Hoch vom Sofa! begleitete und unterstützte den Jugendclub Eppendorf von der Projektidee bis hin zur Umsetzung. Der Jugendclub zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn junge Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam anpacken.

Schon beim ersten Kennenlernen mit Projektbegleiterin Lena wurde klar: Dieser Jugendclub ist kein gewöhnlicher Treffpunkt. Seit vielen Jahren besteht er über Generationen hinweg und wird aktiv von Jugendlichen geführt. Er ist fest in der Gemeinde Eppendorf verankert und wird vom Regenbogenbus e. V. mit großem Vertrauen begleitet.

Der Club lebt von Offenheit, Gemeinschaft und gemeinsamen Veranstaltungen. Besonders bemerkenswert: Der Vorsitz liegt in den Händen von zwei engagierten Mitgliedern des Jugendclubs selbst – echte Jugendbeteiligung, die funktioniert.

Das Bauvorhaben: Mehr Schutz, mehr Möglichkeiten

Der Jugendclub befindet sich in einem alten Bauwagen. Vor allem die äußere Sitzecke war Wind und Wetter ausgesetzt. In einer gemeinsamen Konzeptwerkstatt entwickelte die Gruppe daher einen klaren Plan:

  • Bau eines stabilen Gestells für die Sitzecke
  • Verkleidung und Abdichtung des Daches
  • Anbringen einer Dämmung
  • Neuverkleidung des Innenraums

Das Ziel: Ein dauerhaft wetter- und wasserfester Treffpunkt, der ganzjährig genutzt werden kann.

Gedacht. Geplant. Gebaut.

Nach der Bewilligung des Projektantrags durch Hoch vom Sofa! ging alles erstaunlich schnell. Die Jugendlichen legten direkt los – und innerhalb kurzer Zeit nahm die neue Dachkonstruktion Form an.

Schritt für Schritt entstand ein stabiler, erweiterter Schutz für die Sitzecke. Parallel dazu wurde der Innenraum gedämmt und neu verkleidet. Aus einem einfachen Bauwagen wurde ein deutlich komfortablerer und funktionaler Treffpunkt. Hier zeigte sich: Wer Verantwortung übernimmt, wächst an seinen Aufgaben.

Ein Projekt mit vereinten Kräften

Besonders beeindruckend war die Dynamik innerhalb des Jugendclubs. Was beim ersten Treffen bereits spürbar war, bestätigte sich auf der Baustelle: Alle packten mit an, brachten ihre unterschiedlichen Stärken ein und bewiesen großes Engagement für ihr Herzensprojekt im ländlichen Raum.
Das Projekt war mehr als eine bauliche Maßnahme – es war ein Gemeinschaftsprozess.

Und das war sicher nicht das letzte Kapitel

Mit ihrem Einsatz, ihrer Eigeninitiative und ihrem Zusammenhalt haben die Jugendlichen gezeigt, Junge Menschen wollen gestalten – wenn man sie lässt. Vom Jugendclub Eppendorf werden wir mit Sicherheit noch hören. Stay tuned – die magischen drei E’s wirken weiter.

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Jugend auf Zeit – wie ein Beteiligungsplatz sich verändert https://starkimland.de/jugend-auf-zeit-wie-ein-beteiligungsplatz-sich-veraendert/ Tue, 07 Apr 2026 09:23:05 +0000 https://starkimland.de/?p=16924 Mehr lesen..]]>

„Kinder und Jugendliche müssen zudem die Erfahrung machen, dass ihre Meinung tatsächlich gehört und berücksichtigt wird, dass ihr Engagement etwas bewirkt. Wenn sie dies von klein auf lernen und positive Beteiligungs- bzw. Demokratieerfahrungen sammeln, dann engagieren sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter gesellschaftlich, dann gestalten sie die Zukunft der Demokratie.“

Jede:r in Frankenthal kennt das „Skater-Einsatz-Kommando“

Eigentlich war es nur eine witzige Idee, welche sieben Teenager-Jungs aus der kleinen Oberlausitzer Gemeinde einkam, als sie die Nahumgebung für ihr Hobby „durchforsteten“. Eine Tour führte sie zum wohl abenteuerlichsten Skateplatz des Landkreises – versteckt an der Bautzner A4. Alles aus Beton, alles selbst gebaut, alles mit viel Liebe zum Detail in einem kleinen Fabrikgelände etabliert. Der Verein Bautzen rollt e. V. ist regionaler Vorreiter bei dieser jugendaffinen Trendsportart „Skaten“, welche sonst eher in urbanen Räumen Platz findet. Diese Station war für die Jugendlichen aus Frankenthal der Startschuss für eine eindrucksvolle eigene DIY-Welt in ihrem kleinen Dorf – und für den eindrücklichen Namen, der mit S.E.K. abgekürzt für viel Verwirrung, aber auch für viel Aufmerksamkeit sorgt.

 Kurze Zeit nach der Tour und nunmehr seit vier Jahren gibt es einen aus Holz und Siebdruckplatten selbst zusammengestellten (und sogar TÜV-gerechten) Skateplatz in „Frankeln“ (Orts-Spitzname), hinter dem nicht nur die Einwohnenden des Dorfes stehen, sondern auch Vereine, Schule und Skate-Aktivisten der Umgebung. Und das „Learning By Doing“ der Jungs reicht mittlerweile vom Tischlerhandwerk über sportliche Talentförderung und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Graffitikunst. Dementsprechend bunt schmiegt sich der Platz an das benachbarte Stadion.

Eine Frage vom Anfang des Projektes ist nun aktuell

Als im Frühjahr 2022 das Projekt den Eltern und Engagierten im Ort vorgestellt wurde, war ein immanente Frage im Raum, welche – wohl in der Natur der Dinge liegend – erst ein paar Jahre später Antworten finden konnte. 2025 war es so weit und nun kommt auch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Sachsen mit Hoch vom Sofa! ins Spiel…

„Was passiert mit einem Jugendplatz, wenn die Initiatoren „herauswachsen“ und neue Lebenswege einschlagen?“

So geschehen nach 3 Jahren S.E.K.-Engagement. Ferdinand – der Headliner der Gruppe – macht nun eine Ausbildung und ist selten da. Die anderen Jungs haben die Mopeds für sich entdeckt und genießen die neuen mobilen Freiheiten.

Natürlich soll das Gelände jugendgerecht erhalten bleiben! Das funktioniert aber nur, wenn neue Interessierte sich für diese Idee begeistern. Viele der örtlichen Grundschüler:innen haben andere Hobbys und wünschen sich dementsprechend neue offene Angebote.

Was nun?

Ein Platz erfindet sich Stück für Stück neu

Das Abstimmungstreffen im Frühjahr 2025 kann man wohl durchaus als Krisensitzung bezeichnen. Zumal eines der Skateelemente – die imposante Halfpipe – im Zustand nicht mehr nutzbar war. Umso wichtiger war es, die Köpfe zusammenzustecken und kreativ nach anderen Lösungen zu suchen – am besten, solchen, welche Altes und Neues miteinander verbinden.

Gemeinschaftlich wird sich dafür entschieden, einen Teil der Skateanlage zu erhalten und fleißig bei der neuen Generation Werbung zu machen. Eine lustige und aufregende Teamaktion mit allen 4.-Klässler:innen der evangelischen Grundschule Frankenthal im Mai war die Folge. Zur letzten Unterrichtsstunde am Freitag ging es mit Sportlehrer und Hortleiterin zum „Skater“, Spiele wurden gespielt, das Projekt vorgestellt und eine Umfrage gestartet. In deren Ergebnis wurde die Halfpipe schweren Herzens aufgegeben. Dafür glänzt der Platz jetzt dank der Hoch vom Sofa!-Förderung mit gut frequentierter Outdoor-Tischtennisplatte und Streetballkorb. Das Equipment dafür finden Passierende in zwei Plastekisten. So können Schläger und Bälle quasi spontan geschnappt und genutzt werden. Und schon entstand eine 3in1-Sportanlage inklusive reichlich Reparaturmaterial für die verbliebenen Skateelemente. Die zu erhalten ist nicht so schwierig. Ist doch alles selbst aufgebaut und unterstützt von erwachsenen Enthusiasten wie Reiko. Der junge Papa stieß zum Projekt dazu, weil es ihm wichtig ist, dass sein Sohn einmal von der Anlage profitiert. Der ist nun 7 Jahre und gehört – bei diesen Vorbildern mit hoher Wahrscheinlichkeit – wohl bald zur neuen „S.E.K.“-Generation.

Euer Projektbegleiter

Torsten (Louie) Kluge

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Vom alten Imbiss zum neuen Jugendtreff https://starkimland.de/vom-alten-imbiss-zum-neuen-jugendtreff/ Wed, 25 Mar 2026 10:35:07 +0000 https://starkimland.de/?p=16902 Mehr lesen..]]>

„Beteiligung ist elementarer Bestandteil von Zivilgesellschaft und damit die Basis einer Demokratie. Daher ist auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den Entscheidungen in einer Stadt oder Gemeinde nicht nur ein wünschenswertes Zusatzattribut, sondern Grundpfeiler eines demokratischen Zusammenlebens.“

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: Kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung, 2023.

Wie junge Menschen in Venusberg ihr eigenes Bauprojekt verwirklichten

Was passiert mit einem ehemaligen Imbiss am Sportplatz im Ortsteil Venusberg?
Er bekommt eine zweite Chance – und wird zum Herzensprojekt einer engagierten Jugendgruppe.

Mit Unterstützung des Programms „Hoch vom Sofa!“ und viel Eigeninitiative machten sich Jugendliche aus Venusberg und Umgebung daran, aus einem leerstehenden Gebäude einen wettergeschützten Treffpunkt für sich und andere zu schaffen. Was zunächst nach einer kleinen Idee klang, entwickelte sich schnell zu einem beeindruckenden Bauprojekt in Eigenregie.

Alles begann mit einer Vision

Beim ersten Kennenlerntermin besuchte das Team von „Hoch vom Sofa!“ den idyllischen Ortsteil Venusberg. Dort stand er: ein alter, leerstehender Imbiss direkt am Sportplatz – unscheinbar, etwas in die Jahre gekommen, aber voller Potenzial.

Die Jugendlichen hatten eine klare Vorstellung: Aus diesem Ort sollte ein Treffpunkt entstehen. Ein Raum für Austausch, für Gespräche, Spieleabende oder einfach zum Zusammensitzen – unabhängig vom Wetter und selbst gestaltet.

Die Lage? Ein Volltreffer!

Die direkte Nähe zum Fußballplatz machte den Imbiss besonders attraktiv. Viele der Jugendlichen teilen die Leidenschaft für Fußball – der Treffpunkt liegt also genau dort, wo sie ohnehin viel Zeit verbringen.

Mit dem Vertrauen der Gemeinde im Rücken und der fachlichen Begleitung durch „Hoch vom Sofa!“ konnte in der Konzeptwerkstatt losgeplant werden. Terminen wurde geplant, diskutiert, gerechnet und entworfen. Wer übernimmt welche Aufgaben? Was wird benötigt? Und was trauen wir uns selbst zu?

Die Antwort lautete ziemlich schnell: eine ganze Menge!

Ärmel hochkrempeln – jetzt wird gebaut

Nach der Bewilligung des Projektantrags ging es an die Umsetzung. In den darauffolgenden Monaten wurde aus der Idee Realität – und aus Jugendlichen echte Bauherren.

Wände wurden eingerissen, ein neuer Fußboden verlegt, das Dach erneuert und Malerarbeiten durchgeführt. Es wurde geschleppt, geschraubt, gestrichen und immer wieder gemeinsam überlegt, wie die nächsten Schritte aussehen. Dabei bewiesen die Jugendlichen nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Durchhaltevermögen, Ideenreichtum und Teamgeist.

Der alte Imbiss verwandelte sich Stück für Stück in einen einladenden Raum – einen Ort, der ihre Handschrift trägt. Ein Treffpunkt, den sie selbst geplant und gebaut haben.

Ein warmer Abschluss – im doppelten Sinne

Zum offiziellen Abschlusstreffen besuchte Projektbegleiterin Lena die Gruppe im frisch renovierten Raum. Drinnen war es wohlig warm – nicht nur dank des neu installierten Heizstrahlers, sondern auch wegen der spürbaren Zufriedenheit und des Stolzes der Jugendlichen.

Neue Sitzmöglichkeiten laden inzwischen zum Verweilen ein. Wo früher Leere herrschte, wird heute gelacht, diskutiert und gemeinsam Zeit verbracht. Der Raum ist mehr als nur renoviert – er ist belebt.

Und wie geht es weiter?

Stillstand? Fehlanzeige. Schon für das Frühjahr haben die Jugendlichen das nächste Ziel ins Auge gefasst: Die Außenanlage soll gestaltet werden. Der Treffpunkt soll auch von außen sichtbar machen, was hier entstanden ist.

Eine weitere Idee entstand ebenfalls beim Abschlusstreffen: Warum den Imbiss nicht bei Heimspielen der Herrenmannschaft wieder zum Leben erwecken? Ein kleiner Verkauf zu den Fußballspielen könnte nicht nur die Gemeinschaft stärken, sondern auch neue Möglichkeiten für zukünftige Projekte eröffnen.

Mehr als ein Bauprojekt

Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, was Jugendbeteiligung im ländlichen Raum bewirken kann. Wenn junge Menschen Vertrauen, Unterstützung und Gestaltungsspielraum bekommen, entstehen nicht nur renovierte Räume – es entstehen Verantwortung, Selbstbewusstsein und Gemeinschaft.

Die Jugendlichen aus Venusberg haben geplant, organisiert und tatkräftig selbst gebaut. Sie haben bewiesen, dass man ihnen etwas zutrauen kann – und sollte.

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Folge 37: Live auf der Leipziger Buchmesse https://starkimland.de/folge-37-live-auf-der-leipziger-buchmesse/ Fri, 20 Mar 2026 07:33:52 +0000 https://starkimland.de/?p=16889 Mehr lesen..]]>

Zum ersten Mal live – und das direkt auf der Leipziger Buchmesse! Anikó und Julian sprechen in Folge 37 mit Robert Weis von Limbach für Alle aus Limbach-Oberfrohna.

Robert engagiert sich seit seiner frühen Jugend für eine tolerante und solidarische Zivilgesellschaft in Sachsen. Mit 16 gründete er gemeinsam mit anderen Jugendlichen einen Verein und schuf mit der Doro 40 einen Ort für Jugendkultur, Begegnung und Beteiligung. Heute betreibt „Limbach für Alle“ drei solcher Orte in der Stadt sowie einen Gemeinschaftsgarten – ein Engagement, das jedoch immer wieder mit Bedrohungen und Übergriffen durch die extreme Rechte konfrontiert war.

Was ihn bis heute antreibt und was er Menschen mitgeben möchte, die selbst in ihrer Kommune etwas bewegen wollen, hört ihr in dieser besonderen Live-Folge.

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