b>j)΄!Pԫ&;"kB޶}pSVT(wę!j x;-m@JnQ+պכ7MajfJͱ4jѲ撆RxZMz7vIW/dٞТזcZM~ji ߒsQzԠDW3Den"M+/B:-uIJ7j委9p='mANޭ=/B:-n&nUfqxZM~c Ϲ+,&ᾺܢF[(1*" ϒ"Jԧ<;b" "jܢF[x ,!q қ*]/؝27SMcs"ޭDQ/应ܢF_! :s" 7`F+SVTn"IJnQ/应B 4 wD"IJ׭-`S9DrjiEJ߅gJ应矁[xZM~n"IB؃!'Тѕ+(mIKʭ/|ϐܢF[xZMzG %嬩/c[[ Anikó Popella – Stark Im Land https://starkimland.de Praxisportal für Kinder- und Jugendbeteiligung Thu, 29 Feb 2024 09:37:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://starkimland.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-sil-kachel-invers-darkblue-32x32.png Anikó Popella – Stark Im Land https://starkimland.de 32 32 LANDHELDINNEN – Wie Frauen den ländlichen Raum gestalten https://starkimland.de/landheldinnen/ Fri, 17 Sep 2021 08:54:55 +0000 https://www.starkimland.de/?p=5271 Mehr lesen..]]> Der Osten Deutschlands, insbesondere die ländlichen Räume, sind stark geprägt von der Abwanderung junger Frauen zwischen 18-29 Jahre. Auch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung beobachtet in ihrem Tätigkeitsfeld der Kinder- und Jugendbeteiligung in ländlichen Räumen, dass Mädchen und Frauen in vielen Bereichen unterrepräsentiert sind. Was für sie getan werden muss, was die Besonderheiten ihres Lebens in ländlichen Räumen sind und wie Anreize für Rückkehrerinnen geschaffen werden können, möchte der Programmverbund Stark im Land in der Dialogreihe „Stark im Land im Gespräch“ thematisieren.

Unter dem Titel „Frauen gestalten ländliche Räume“ diskutieren

am 03.11.2021 von 19:00 bis 21:00 Uhr in der Kultur.Werkstatt B26 des Löbau Lebt e.V. in einer Livestream-Podiumsdiskussion.

Moderiert wird die Veranstaltung von Claudia Muntschick (Kreatives Sachsen).

Die Aufzeichnung der Diskussionsrunde wird in den nächsten Tagen auf YouTube bereitgestellt.

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Auf in die nächste Runde: Das sind unsere neuen Kommunen https://starkimland.de/auf-in-die-naechste-runde-das-sind-unsere-neuen-kommunen/ Wed, 02 Jun 2021 08:58:39 +0000 https://www.starkimland.de/?p=5085 Mehr lesen..]]> Auch in diesem Jahr steht das Jugend bewegt Kommune-Team wieder in den Startlöchern, um gemeinsam mit Kommunen im ländlichen Raum junge Menschen zu beteiligen.

Viele interessante Bewerbungen sind bei uns eingegangen und die Auswahl viel nicht leicht.

In diesem Jahr arbeiten wir mit den folgenden Kommunen zusammen:

Dippoldiswalde: Die schöne Stadt im Osterzgebirge will (noch) mehr für ihre jungen Menschen tun. Ein Jugendstammtisch soll installiert werden, der nachhaltig in wichtige Entscheidungen der Stadt einwirken kann.

Sehmatal: Sehmatal ist mit seinen rund 7000 Einwohnern im Erzgebirgskreis eine Gemeinde, die die eigenständige Jugendarbeit etablieren möchte, um deutlich zu machen, wie wichtig unsere Demokratie ist.

Thum: Die beschauliche Stadt Thum liegt im Erzgebirgskreis und möchte für die jungen Menschen im Ort eine längerfristige Möglichkeit schaffen, um Einfluss in die Stadtentwicklung zu nehmen. Die Kommune hat sich vorgenommen, eine Leitlinie für Jugendbeteiligung zu entwickeln.

Falkenstein: Nachdem Falkenstein schon im letzten Jahr mit Jugend bewegt Kommune gestartet ist, wollen die Falkensteiner an den gewonnenen Erkenntnissen andocken und gemeinsam mit jungen Menschen eine Strategie für die Jugend entwickeln.

Mittelherwigsdorf: Mittelherwigsdorf im Zittauer Gebirge hat im letzten Jahr schon erste Erfahrung mit Jugend bewegt Kommune sammeln können. In diesem Jahr sollen die Vorhaben rund um die Jugendlichen gebündelt werden, ein Jugendfonds steht zur Diskussion.

Sohland an der Spree: In dem schönen Örtchen Sohland a.d. Spree, direkt an der tschechischen Grenze soll ein neu entstandenes Gemeindehaus mit den Ideen der Menschen vor Ort belebt werden.

Wilthen: Die Kleinstadt am Rand der Oberlausitz will die Vorschläge junger Menschen wissen und möchte dazu ein Jugendgremium entwickeln.

Trebsen: Die Kleinstadt im Landkreis Leipzig ist 2020 mit einem Jugendclub gestartet. Nun wollen sich die Jugendlichen aus den verschiedenen Ortsteilen vernetzen. Das wünscht sich auch die Verwaltung. Die will nämlich mehr Teilhabe der jungen Generation.

Wir freuen uns sehr auf die kommenden Prozesse und können es kaum erwarten, loszulegen!

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Stark im Land im Gespräch: Jugend macht Lausitz https://starkimland.de/stark-im-land-im-gespraech-jugend-macht-lausitz/ Thu, 14 May 2020 13:00:02 +0000 https://www.starkimland.de/?p=4304 Mehr lesen..]]>

Der für 2038 geplante Kohleausstieg verändert die Lebenswelt der Menschen in der Lausitz auf vielen Ebenen. Für Kinder und Jugendliche birgt der anstehende Strukturwandel Risiken, aber auch große Chancen. Was bewegt junge Menschen im Strukturwandel? Spielen ihre Themen überhaupt eine Rolle? Und wie ermöglichen wir es, dass die ihre Ideen gehört werden?

Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in unserer Online-Konferenz und laden Sie herzlich ein, mit uns ins Gespräch zu kommen:

Stark im Land im Gespräch: Jugend macht Lausitzam 4. Juni 2020, 9.00 bis 12.30 Uhr 

Gemeinsam wollen wir – die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen und das Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg – jungen Menschen aus der Lausitz die Möglichkeit geben, sich am Prozess des Strukturwandels zu beteiligen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Was brauchen junge Menschen in der Lausitz? Wie gelingt es, ihnen im Strukturwandel eine Stimme zu geben? Und was brauchen Sie, um junge Menschen in der Lausitz zu unterstützen? Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und Lösungsansätze zu entwickeln.

Nach einem Auftakt mit zwei digitalen Gesprächsrunden für junge Menschen möchten wir nun gern mit erwachsenen Akteuren ins Gespräch kommen.

Ablauf

  • ab 09:00 Uhr // Ankommen & Möglichkeit zur Klärung technischer Fragen
  • 09:30 Uhr // Begrüßung, kurze Vorstellungsrunde und gemeinsamer Start in die Veranstaltung
  • ab 10:15 Uhr // Austausch zu konkreten Fragen & PerspektivenWas sind Ihre Fragen? Open Space
  • 12:30 Uhr // Zusammentragen der Ergebnisse, Ausblick & Abschluss der Veranstaltung

Hier geht es zur Anmeldung für die Online-Konferenz.

Den Zugangslink und eine technische Anleitung senden wir Ihnen am 03.06.2020 per E-Mail.

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Grünhainichen – Der Jugendclub mit der schönsten Aussicht  https://starkimland.de/gruenhainichen-der-jugendclub-mit-der-schoensten-aussicht/ Thu, 06 Feb 2020 10:20:19 +0000 https://www.starkimland.de/?p=3851 Mehr lesen..]]>

Nur eine kurze Strecke vom zentralen Rathaus mit dem Auto, die nächste Kurve hoch und schon ist man vor der ehemaligen Turnhalle. Vier Jugendliche zeigen uns das Gelände, teils sind sie auf ihren Rollern hierhergekommen. Anton, Nicklas, Anton und Nick sind alle schon über 18. Nicklas ist mit 20 Jahren der Älteste und zudem Projektleiter der Jugendgruppe in Grünhainichen.

Mit dabei ist auch Bürgermeister Robert Arnold, der uns auf dem Außengelände willkommen heißt: „Der Jugendclub mit der schönsten Aussicht!“ Wir treten hinter die Turnhalle und ein grandioser Ausblick öffnet sich: weite Wiesen und Felder und sanfte, bewaldete Hügel in der Ferne. Die ehemalige Turnhalle mit angeschlossenem Wohnteil soll hier nun der neue Jugendtreff werden.

Grünhainichen im Wandel

Wir befinden uns im Erzgebirge, genauer: in der Gemeinde Grünhainichen. Diese durchlebt gerade eine spannende Phase, denn die beiden angrenzenden, vorher eigenständigen Ortsteile Waldkirchen und Borstendorf wurden mit Grünhainichen zu einer Gemeinde zusammengeführt. „Uns geht es nun darum, die Bürgerinnen und Bürger zusammenzubringen, um sich mit der Gemeinde Grünhainichen zu identifizieren und untereinander zusammenzuarbeiten“, erklärt der Bürgermeister. Und diese Gemeindearbeit stärkt sich vor allem durch Jugendarbeit. Diese wollen wir in den Fokus rücken und so noch stärker zusammenwachsen. Das war der Ansporn nun auch am Programm Jugend bewegt Kommune teilzunehmen.“

Sächsische Jugend im Fokus

Mit „Jugend bewegt Kommune unterstützt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) sächsische Kommunen im ländlichen Raum dabei, kinder- und jugendfreundlich(er) zu werden, die Bedürfnisse von jungen Menschen zu thematisieren und sie an allen sie betreffenden Entscheidungen in der Kommune zu beteiligen.

Grünhainichen beteiligte sich bereits am DKJS-Programm Hoch vom Sofa!, das die aktive Gestaltung von Aktionsflächen und Jugendräumen unterstützt. Mithilfe des Förderprogramms für Jugendprojekte wurde im Sommer der Außenbereich der Turnhalle gestaltet. Dort befindet sich jetzt ein einladender Grillplatz, umringt von gemütlichen Pallettenmöbeln. „Den Platz haben wir selbst gepflastert. Alle waren da und haben mitgeholfen. Es war toll, wie schnell ein Endergebnis zu sehen war!“, erzählt uns Anton. „Dabei habe ich viele neue Leute kennengelernt. Man kommt schnell miteinander ins Gespräch und wir helfen alle zusammen.“ Dass diese Gruppengröße allerdings manchmal schwierig zu koordinieren ist, sei manchmal ein Problem der Jugendgruppe, sagt Anton, „aber auch eigentlich das einzige.“

Visionen und Engagement

Zeitnah soll noch ein Volleyballplatz neben den Grillplatz gebaut werden. Genug Platz ist vorhanden. Direkt angrenzend an die Turnhalle liegt ein riesiger Fußballplatz, den die Jugendlichen mitbenutzen. „Und wenn man hier durch die Bäume blickt, sieht man dort hinten die Augustusburg stehen.“  Es ist ein rundum toller Ort. Man hat einen Ausblick über Borstendorf auf der einen und Waldkirchen auf der anderen Seite. Mittendrin liegt Grünhainichen und so hat man das Gefühl, der Jugendclub thront obenauf.

Obwohl die Projekte erst seit dem Sommer 2019 laufen, hat sich schon viel getan: Mit Unterstützung von Jugend bewegt Kommune wurde zum Beispiel ein erstes Kinder- und Jugendmeeting veranstaltet. Dort wurde den Jüngsten der Gemeinde Raum gegeben, über gemeinsame Interessen zu sprechen. „Die Treffen sind sehr gut von allen Altersschichten angenommen worden“, sagt der Bürgermeister, „Jugendliche brauchen und wollen den Raum, und den sollen sie hier erhalten.“ Neben der räumlichen Ausgestaltung der alten Turnhalle haben die Jugendlichen Projekte für die Weihnachtszeit geplant. Dazu wollen sie am lebendigen Adventskalender Grünhainichens teilnehmen und veranstalten einen Weihnachtsmarkt mit Glühwein, Essen und Feuer.

Einbindung und Mitsprachrecht

„Durch die Meetings haben wir gespürt, wie wir die Gemeinde kinder- und jugendfreundlicher gestalten können. Nächstes Jahr wollen wir einen Kinder- und Jugendrat bilden, um dort die Interessen bündeln zu können.“ Bürgermeister Arnold möchte die Mitsprache der Jugendlichen sichern, sodass ihre Freiheiten genutzt werden und sie mitbestimmen können. „Sie sollen machen können und dabei frei sein, das ist ganz wichtig.“

Es ist schön zu sehen, dass die Jugendlichen sich so gut organisieren. Sie haben viel zu sagen, engagieren sich, erzählen uns von tollen Veranstaltungen und haben vielfältige Ideen. „Das Potenzial ist da“, sagt Herr Arnold. Und das ist es auch, was uns die vier Jungs vermitteln. „Wir haben bisher nur positive Resonanz zum Jugendclub bekommen“, erzählt uns Nick. „Viele fanden den Grillplatz richtig schön.“ Anton wirft ein: „Und das ist alles auf Initiative von ursprünglich fünf Leuten entstanden, die sich immer wieder getroffen haben. Und dann wurden es ganz schnell immer mehr und mehr.“

„Es ist genau richtig hier“

Wir fragen die Jugendlichen, ob sie denn nicht auch manchmal mehr Trouble und neue Gesichter vermissen. „Ach, das ist von der Anzahl genau gut so“, sagt Anton, „die Leute sind gut integriert. Es ist genau richtig hier.“

Eine leichte Brise weht und die Sonne scheint. Am liebsten würden wir uns selbst noch kurz an den gemütlichen Feuerplatz setzen und es uns auf den Sofas bequem machen. Und noch etwas länger die herrliche Aussicht genießen.

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Der Jugendclub „Go Colditz“ https://starkimland.de/der-jugendclub-go-colditz/ Sat, 01 Feb 2020 10:01:21 +0000 https://www.starkimland.de/?p=3838 Mehr lesen..]]>

Wir befinden uns ins Colditz, direkt am Marktplatz und zentral in der Innenstadt. Hier wurde mit Unterstützung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) ein Zentrum für junge Menschen gegründet: der Kinder- und Jugendclub „Go Colditz“. „Die haben mich noch nie im Stich gelassen“, sagt Projektinitiatorin Cathleen Pfefferkorn, als wir fragen, ob denn zu unserem heutigen Besuch auch paar Kinder und Jugendliche vorbeikommen.  „Na aber klar“, winkt sie mit selbstverständlichem Vertrauen ab, „die sind da.“

Wir haben kaum Zeit uns in der Projektzentrale umzusehen, da trudeln schon die ersten Kids ein. Jede/r wird nacheinander von Cathleen freudig begrüßt und sie hat jeweils eine kleine Anekdote parat. Johannes zum Beispiel ist einer von den Rad-Kids, Jeannine von der Spielplatz-Ralley und Helene ist die Fotografin. Was es genau damit auf sich hat, erfahren wir später.

Ein Ort der Gemütlichkeit

Der Jugendclub befindet sich mitten im Stadtzentrum und ist wunderschön gelegen. Bunte Graffitis, die die Kinder selbst gesprayt haben, führen an dem Seitengemäuer entlang und bringen uns direkt zum Eingang. Ein Schritt durch einen kleinen Hof und schon steht man mitten in der Zentrale: helle, sonnig gelbe Wände, gemütliche Liege- und Lümmelflächen, überall selbstgemalte Plakate und Projektideen an den Wänden, Snacks und Getränke: „Und wo ist der Kuchen eigentlich?“, wird Cathleen mehrmals gefragt. „Das Backen übernimmt mittlerweile Emmi. Die ist unsere Kuchen-Beauftragte.“ Kuchen ist hier also fester Bestandteil. Und die Gemütlichkeit ist perfekt.

Ein Ort des Wachstums

Langsam wird es immer voller und bald sind es an die 18 Kinder und Jugendliche, alle im Alter von 9 bis 16 Jahren. Die älteste ist Cathleens Tochter Emily (16). Wir setzen uns in einen gemütlichen Sitzkreis in den sonnengelben Raum. An den Wänden stehen gemütliche Sofas und auch auf den Fensterbrettern nehmen die jungen Leute Platz. Man merkt: die Kinder kennen ihr Revier. Und mittendrin, unten auf den Liegeflächen, sitzt Cathleen. „Wir atmen als Gruppe: Viele sind bisher gekommen und manche wieder gegangen und wir wachsen immer noch“.

Aktiv nach Lösungen suchen

2018 hat alles begonnen. Auf einem Colditzer Sportplatz kam es zwischen Cathleen und ein paar Jugendlichen zu einer Konfrontation, eine Lösung schien nicht in Sicht. Aus dieser Verunsicherung und scheinbaren Ausweglosigkeit machte Cathleen klare Taten, suchte Gespräche mit der Schulleitung, mit Lehrerinnen und Lehrern und mit dem Bürgermeister. „Aber nicht um zu schimpfen, sondern um ihnen von meiner Idee zu erzählen. Ich wollte für die Kids einen Ort schaffen, um ihnen zu helfen, gegen den Frust ihrer Langeweile aktiv zu werden. Dabei wollte ich mich der allgegenwärtigen Meinung klar verwehren, die Kinder und Jugendliche seien das Problem. Lieber wollte ich aktiv nach Lösungen suchen.“

Mit „Demokratie in Kinderhand“ Weichen setzen

Mithilfe des Kinderbeteiligungsprogramms Demokratie in Kinderhand hat Cathleen eine Brücke zur Colditzer Jugend geschlagen, auf der Straße wird sie mittlerweile von allen Seiten gegrüßt. „Ich bin vieles: Ansprechpartnerin und Verbindungsglied für die Kids hier in Colditz, Sprachrohr und Vermittlerin ihrer Bedürfnisse gegenüber Erwachsenen, aber auch ein Schutzschild gegen Kritiker.“

Demokratie in Kinderhandein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) stellte die finalen Weichen, um die Colditzer Jugend zur Gestaltung ihrer Lebenswelt zu ermutigen und bei der Umsetzung eigener Ideen zu begleiten. Anfang 2019 war dies der Startpunkt für viele Projektideen und Events. „Zum Beispiel unser zweitägiges Open-Air-Kinofestival, eine Spielplatzralley mit dem Feuerwehrauto und ein Müllsammelfestival. Es fand sogar ein zweitägiger Graffiti-Workshop statt, bei dem tolle Kunstwerke entstanden sind. Auch an der U18 Wahl haben wir teilgenommen und unsere Räume kurzerhand als Wahllokal angemeldet.“

Ehrenamtliche geben dem Projekt ein Herz

Ehrenamtlich unterstützt wurde Cathleen dabei von Kristin Cserezsnye. Später kam Christian Kluge dazu, ein guter Freund von Cathleen, der bei der freiwilligen Feuerwehr tätig ist. Christian sitzt später bei uns und spaßt mit den Jugendlichen über Insider-Witze, Popcorn, Nachos und Glücksräder. Wir merken gar nicht, wie die Zeit vergeht. Mittlerweile haben wir selbst Kuchen im Mund und liegen mit auf den Liegesofas, als Bürgermeister Robert Zillmann dazukommt und sich ungezwungen zu uns in die Runde setzt.

Robert Zillmann, Bürgermeister in Colditz seit anderthalb Jahren, taucht in die fröhliche Stimmung mit ein: „Die Jugend wird jetzt sichtbar und das ist für uns sehr wertvoll. Wir freuen uns darüber.“ Dabei betont er mehrfach die Mithilfe der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, „die die Nase oben halten und alles mit kühlem Kopf überblicken. Sie halten alles zusammen.“ Auch Cathleen und Christian nicken, sie fühlen sich gut von der Stadt unterstützt.

Der Jugend einen Platz und eine Stimme geben

„Wichtig ist uns insbesondere, der Jugend eine Stimme und einen Platz in der Kommune zu geben, den sie selbst mitgestalten und beleben können“, fügt Robert Zillmann hinzu. „Besonders schön ist, was sich auch über die Projekte hinaus entwickelt. Was es mit den Jugendlichen macht, sich zu beteiligen und die eigene Stadt ganz anders kennenzulernen. Zum Beispiel bei Stadtratsitzungen dabei zu sein, Diskussionen zu folgen. Lernen, Abstimmungen zu machen. Von sich aus haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Jugend gefunden, die bei den Sitzungen dabei sein wollten. Das kam ganz von selbst“. Cathleen nickt: „Ich bin so stolz auf die Kids, denn so vieles kommt ganz eigenständig. Und es ist toll, wie sehr man sich dabei auf sie verlassen kann.“

Mit Courage neue Wege finden

Es ist ein Geben und Nehmen, das die ehrenamtliche Arbeit füttert, von unten stützt und am Leben hält. Denn es ist einiges, was Cathleen, Kristin und Christian leisten. Von Buchhaltung und Öffentlichkeitsarbeit, über grundlegende Organisation und Kommunikation, Gespräche mit Ämtern, Eltern und untereinander, bis hin zu Haushaltsarbeiten in den Räumlichkeiten, und nicht zu vergessen: das Kuchenbacken und Visionenbasteln. „Ich will einfach mal träumen. Dinge tun, die nicht konform sind. Das hat mich getragen. Ich sage immer zu den Kindern: Spinnt! Spinnt und träumt!“

Mit „Go Colditz“ einen Ort zum Träumen schaffen

Und die Jugendlichen in Colditz träumen und spinnen: Vincent (16) zum Beispiel möchte interaktive Tafeln: „Die sind super für Besprechungen, damit kann man alles viel besser strukturieren.“ Auch von einem moderneren Colditz wird geträumt, von einem E-Sport Team für Internet Gaming, von diversen Ausflügen, zum Beispiel zum Bundestag in Berlin, oder einer neuen Fahrradstrecke, die gemeinsam befahren wird. Und davon, dass „Jugendliche nicht mehr über einen Kamm geschert werden“, sagt Lejla (13). Ja, das ist es, was wirklich allen wichtig ist. Und wir alle nicken – und merken gar nicht, dass der Kuchen, um den sich vorher noch alle gerissen haben, schon lange leer ist.

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Wie blickt die Generation Z in die Zukunft? https://starkimland.de/wie-blickt-die-generation-z-in-die-zukunft/ Sat, 16 Nov 2019 10:17:20 +0000 https://www.starkimland.de/?p=3603 Mehr lesen..]]> In Kooperation mit dem SINUS-Institut veröffentlichte die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung am 11. November die Ergebnisse ihrer neuen Studie „25next – Bildung für die Zukunft“.

Alle Ergebnisse wurden im Rahmen des ersten Bildungslunchs der Stiftung gemeinsam mit der Körber-Stiftung vorgestellt. Die repräsentative Studie umfasst eine bundesweite Befragung unter 1.102 Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren.

Im Fokus stehen die Themen Zukunftsoptimismus, Zukunftskompetenzen und „Future Readiness“.

Wie zuversichtlich blicken junge Menschen in die Zukunft? Fühlen sie sich gut vorbereitet? Und auf welches Know-how kommt es zukünftig an? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen der Online-Befragung untersucht.

Die Ergebnisse zeigen unter anderem:

  • Junge Menschen schauen optimistischer in ihre eigene Zukunft als in die der Gesamtgesellschaft. Jedoch rechnet nur ein Drittel der Befragten mit sozialem Aufstieg in der Zukunft. Auffällig ist dabei der Zusammenhang zwischen Alter und Bildungsgrad: Die jüngeren und die höher gebildeten Befragten sind zuversichtlicher als die älteren und die niedrig- oder mittelgebildeten Befragten.
  • Die Mehrheit fühlt sich allgemein gut auf die Zukunft vorbereitet. Insbesondere die männlichen Studienteilnehmer äußern sich zuversichtlich. So gaben 71 Prozent der jungen Männer an sich gut oder sehr gut auf die Zukunft vorbereitet zu fühlen. Unter den jungen Frauen sind es nur 58 Prozent.
  • Die Befragten gehen von einer komplexen Arbeitswelt aus, in der sie widerstandsfähig gegen Stress sein wollen und in der es Teamwork und gutes Zeitmanagement braucht.
  • Junge Erwachsene schätzen ihre Fähigkeiten in den Bereichen „Kommunikation“, „Kollaboration, „Kreativität“ und „Kritisches Denken“ mit mindestens 70 Prozent relativ hoch ein. Im Gegensatz dazu werden „Coolness“ und „Charisma“ zwar als relevante Zukunftskompetenz angeführt, jedoch stellen sich die Jugendlichen darin selbst ein schlechtes Zeugnis aus.

Dr. Marc Calmbach, Director Research & Consulting des SINUS-Instituts, stellte die Schlüsselkompetenzen vor, die in der Zukunft von der Arbeitswelt eingefordert werden. Die ermittelten Zukunftskompetenzen wurden in sechs Dimensionen erfasst: Communication, Collaboration, Critical Thinking, Creativity, Charisma und Coolness. Für jede dieser Dimensionen wurden Fragebogen-Items entwickelt. Ergebnis ist ein kompakter, standardisierter Indikator zur Evaluation der subjektiven „Future Readiness“ junger Menschen: „SINUS 6C: Future Competencies“.

„Die Ergebnisse zeigen eine gewisse Verunsicherung in der jungen Generation. Zwar fühlen sich die meisten Jugendlichen gut auf die Zukunft vorbereitet, an sozialen Aufstieg glauben aber nur wenige. Die Jugend ist heute eher gedämpft-optimistisch.“

So die Einschätzung von Dr. Marc Calmbach.

Die Studie ist in Anlehnung an die Zukunftsinitiative 25next entstanden. In diesem Projekt tauschen sich Partner und Mitarbeitende der Stiftung gemeinsam mit Zukunftsforscherinnen und Trendexperten darüber aus, wie das Leben und Lernen im Jahr 2044 aussehen wird.

Weitere Informationen zur Studie unter:  www.25next.de

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Jugend bewegt Kommune in Elstra: Die etwas andere Sportveranstaltung https://starkimland.de/jugend-bewegt-kommune-in-elstra-die-etwas-andere-sportveranstaltung/ Mon, 07 Jan 2019 13:38:52 +0000 https://www.starkimland.de/?p=2240 Mehr lesen..]]> Welche Ideen haben Jugendliche in der Oberlausitz, um ihre Freizeit selbst zu gestalten? In Elstra organisierten die Jugendlichen ein Schlammfußballturnier. Mit riesigem Erfolg!

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Gestaltung eines Auftakts für projektorientierte Beteiligung https://starkimland.de/gestaltung-eines-auftakts-fuer-projektorientierte-beteiligung/ Tue, 27 Nov 2018 13:43:12 +0000 https://www.starkimland.de/?p=1296 Mehr lesen..]]> Der Auftakt ist der offizielle und häufig öffentlichkeitswirksame Start eines Beteiligungsprojektes. Damit wird innerhalb der Kommune ein sichtbares Zeichen dafür gesetzt, dass etwas für Kinder und Jugendliche getan wird.

Welchen Nutzen hat ein Auftakt?

Ein Auftakt oder Kick-off kann dazu genutzt werden, mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten, insbesondere dann, wenn noch wenig Kontakt zu ihnen besteht. Zudem können dabei die Ideen, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen abgefragt werden. Durch die Einladung von Erwachsenen können auch weitere Interessierte für die lokale Arbeitsgruppe gewonnen werden.

Bei den Kindern und Jugendlichen sollte der Auftakt Interesse wecken. Je öffentlichkeitswirksamer die Veranstaltung durchgeführt wird, umso größer wird die Bedeutung sein, die dem Thema zugeschrieben wird. Die Organisation des Auftakts ist das erste gemeinsame Projekt der Arbeitsgruppe.

Hier gibt es die Möglichkeit, den Arbeitsprozess gemeinsam zu beginnen und erste Erfolgserlebnisse in der Zusammenarbeit zu schaffen.

Sinn und Zweck des Auftakts

  • offizieller Start und Bekanntmachung des Vorhabens in der Kommune
  • Aufzeigen der Bedeutsamkeit des Themas in der Kommune
  • gegenseitiges Kennenlernen der Erwachsenen und Netzwerken
  • erstes gemeinsames Projekt der Arbeitsgruppe erzeugt Zusammenhalt
  • (erste) Kontaktaufnahme zu Kindern und Jugendlichen in der Kommune
  • Ideen, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und Jugendlichen erfassen
  • weitere erwachsene Unterstützer gewinnen

Was muss in der Ankündigung für den Auftakt stehen?

Für die Beteiligten sollte aus der Einladung ersichtlich sein, was wann und zu welchem Zeitpunkt geplant ist. Es sollte für die Kinder und Jugendlichen deutlich gemacht werden, was sie beim Auftakt erwartet und welche Möglichkeiten sich ihnen mit einer Teilnahme bieten. Der Nutzen für die Kinder und Jugendlichen sollte entsprechend klar benannt werden, z.B. „Unsere Kommune soll schöner werden und ihr könnt eure Ideen und Wünsche mit einbringen“ oder „Wir wollen wissen, was Kinder und Jugendliche in unserem Ort brauchen. Beteiligt euch mit euren Ideen und Wünschen“ oder „Hier dürft ihr eure Anregungen und Ideen für unsere Kommune loswerden“. Daher sollte ein ganz konkretes Zeitfenster angegeben werden, wann dieser Austausch erfolgen soll und wie sich die Kinder und Jugendlichen beteiligen können. Mit der Einladung sollte der Termin wichtig gemacht werden.

Wie lade ich am besten zum Auftakt ein?

Um alle Bürgerinnen und Bürger über den Auftakt in der Kommune zu informieren, sollten die üblichen Wege genutzt werden, z.B. Gemeinde-/Amtsblatt, Schwarzes Brett, Printmedien, Webseite der Kommune, soziale Netzwerke usw. Die effektivste Möglichkeit, den Auftakt anzukündigen, ist jedoch die persönliche Ansprache von möglichen Mitwirkenden bzw. Multiplikatoren.

Wen sollte ich einladen?

  • Vertreterinnen und Vertreter der Schulen
  • Freien Jugendhilfe / mobilen Jugendarbeit
  • Kirche
  • Freiwilligen Feuerwehr
  • Vereine
  • Eltern

Es hat sich gezeigt, dass es günstig ist, möglichst viele und viele verschiedene Personen oder Personengruppen zum Auftakt einzuladen. Es sollten vor allem Personen gezielt eingeladen werden, die in der Kommune gut mit anderen vernetzt sind, aber auch Personen, die einen direkten Draht zu Kindern und Jugendlichen haben. Dazu gehören z.B.

In welcher Form kann ein Auftakt stattfinden?

  • Festcharakter: Ein Auftakt kann eine extra für den Start der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen organisierte Veranstaltung sein. Diese kann ganz unterschiedlich gestaltet werden. Die Projekterfahrungen der DKJS zeigen, dass Veranstaltungen mit einem Festcharakter von den Bürgerinnen und Bürgern der Kommune bislang am besten angenommen wurden. Durch die Anwesenheit der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters erhält die Veranstaltung einen offiziellen Charakter, der sowohl dem Anliegen als auch den Akteuren (Kindern, Jugendlichen und den erwachsenen Unterstützern) eine besondere Bedeutung verleiht.
  • Kleiner Rahmen: Der Auftakt kann aber auch in Form einer Zukunftswerkstatt mit einer kleineren, ausgewählten Gruppe von Kindern und Jugendlichen stattfinden. So können z.B. auch die „Dorfdetektive“ auf Spurensuche geschickt werden, um herauszufinden, was ihnen an ihrem Ort gefällt oder nicht und was unbedingt verbessert werden sollte. Hierbei handelt es sich um eher kleinere Veranstaltungen, zu denen hauptsächlich die Kinder und Jugendlichen der Kommune eingeladen werden.
  • Jugendbefragung: Ebenso kann eine Befragung der Kinder und Jugendlichen in der Kommune einen Auftakt darstellen.

Wer organisiert den Auftakt?

Der Auftakt wird durch die lokale Arbeitsgruppe organisiert.

Was muss für die Organisation des Auftakt geklärt werden?

  • Wer moderiert die Veranstaltung?
  • Wie sollen die Kinder und Jugendlichen ihre Ideen und Wünsche äußern?
  • Wer bespricht mit den Kindern und Jugendlichen ihre Wünsche und dokumentiert diese?
  • Wie gelangen diese Ideen und Wünsche zu den erwachsenen Unterstützern?
  • Welche Verabredungen sollen für die Kinder und Jugendlichen für die Zeit nach dem Auftakt getroffen werden?
  • Wie wird das erste Projekt aus den gesammelten Ideen ausgewählt? Wann soll das stattfinden?
  • Wer nimmt die Abstimmung vor und in welcher Weise?
  • Welche Rolle spielt die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister beim Auftakt?

Wie und wo erreiche ich Kinder und Jugendliche?

Um Kinder und Jugendliche zu erreichen braucht es ebenso die direkte Ansprache. Hierzu sollten persönliche Kontakte genutzt werden. Hilfreich können Personen sein, die einen guten Draht zu Kindern und Jugendlichen in der Kommune haben (z.B. aus der Jugendarbeit, den Vereinen, den Schulen). Hier stellt sich die Frage, wo Jugendliche in der Kommune erreichbar sind. Dies kann die Schule, der Verein aber auch die Haltestelle des Schulbusses sein. Sehr gut funktioniert auch der Austausch von Kindern und Jugendlichen mit anderen Kindern und Jugendlichen.

Wie kann ich so einen Auftakt inhaltlich gestalten?

Innerhalb des Kick-offs geht es darum, mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten, deren Ideen, Bedürfnisse und Wünsche zu identifizieren und zu dokumentieren und mit den Erwachsenen Unterstützern in Kontakt zu treten.

Befragung von Kindern und Jugendlichen

Um die Ideen und Wünsche der Kinder zu identifizieren, sollte die Befragung von Kindern und Jugendlichen beim Auftakt/Kick-off eingeplant werden. Hierzu gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Die Ideen und Wünsche können z.B. von jedem auf Karten oder auf Zuruf auf ein gemeinsames Flipchart geschrieben oder aufgemalt werden. Die Kinder und Jugendlichen können sich aber auch in Gruppen austauschen und ihre Ideen notieren. Wichtig ist, dass alle Ideen gesammelt werden.

Aufgabe der Erwachsenen

An dieser Stelle müssen die Erwachsenen keine Lösungen parat haben. Die Aufgabe der Erwachsenen ist es, sich zunächst die Ideen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen anzuhören. An dieser Stelle sollte die Umsetzbarkeit der Ideen noch nicht bewertet werden. Insgesamt sollte dabei auf eine altersgemäße Befragung der Kinder und Jugendlichen geachtet werden. Wichtig ist es, dass die Kinder und Jugendlichen beim Auftakt zu Wort kommen und der Redeanteil der Erwachsenen dabei so gering wie möglich ist.

Wie können Ideen aus der Fülle ausgewählt werden?

Nach der Sammlung der Ideen und Wünsche sollte mit den Kindern und Jugendlichen entweder beim Auftakt ein erstes gemeinsames Projekt ausgewählt werden oder es wird dafür ein späterer Termin vereinbart. Wichtig ist, dass die Entscheidung für ein Projekt von den Kindern und Jugendlichen getroffen wird. Denn nur, wenn die Kinder und Jugendlichen ein Projekt wirklich wollen, sind sie auch bei dessen Umsetzung engagiert.

Was mache ich, wenn viele unrealistische Ideen genannt werden?

Kinder und Jugendliche äußern sicherlich auch Ideen und Wünsche, die nicht umgesetzt werden können. Wichtig ist, dass jede Art von Idee oder Wunsch zunächst geäußert werden darf, ohne dass diese direkt als „machbar“ oder „nicht machbar“ bewertet werden. Es sollten zunächst alle Ideen aufgenommen werden. Im Rahmen der Abstimmung für ein erstes gemeinsames Projekt sollte gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen geprüft werden, welche Ideen einfach und schnell gemeinsam umsetzbar sind.

Weitere Informationen

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Wie kann eine Jugendjury die besten Projekte auswählen? https://starkimland.de/wie-waehlt-eine-jugendjury-die-besten-projekte-aus-2/ https://starkimland.de/wie-waehlt-eine-jugendjury-die-besten-projekte-aus-2/#comments Tue, 27 Nov 2018 13:37:47 +0000 https://www.starkimland.de/?p=1290 Mehr lesen..]]> Können Jugendliche verantwortungsbewusst über Preisgelder entscheiden? Wie arbeitet die Jugendjury und wie wählt sie Projekte aus? Kevin Fischer, Jugendjury-Mitglied aus dem Programm Hoch vom Sofa, berichtet:

Freitagmittag trafen wir uns mit den Betreuern in Dresden. Sie hatten die ehrenvolle Aufgabe, 14 Jugendlichen zu hüten und sicher zur Villa der Brücke/Most-Stiftung zu geleiten.

Schon hier lernten sich die Ersten näher kennen und sprachen über ihre eigenen Projekte. Gute Voraussetzungen also für die bevorstehende Jurysitzung.

Angekommen, stellten sich alle vor. Annabelle, Annegret, Christin, Lisa, Marie, Andreas, Ferenc, Denis, Kevin, Kevin F., Marc, Nico und Robert sowie unsere Moderatoren hatten einen Auftrag: Welche von den 70 Projekten sollen noch dieses Jahr gefördert und umgesetzt werden? Die Entscheidung war alles andere als leicht. Viele Projekte ähnelten sich – eine neue Kletterwand hier, Renovierungsanträge für Jugendclubs und Spielplätze dort. Doch wer darf weiter?

Nach dem Mittagessen begannen wir mit der Arbeit. Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Und wie kommen wir dort hin? Was sind meine und unsere größten Ängste?  Diese Fragen behandelten wir in vier spontan gebildeten Gruppen. Der Fachbeirat und die Jugendjury berieten getrennt voneinander über Bewertungskriterien für die Projekte.

Die Jugendjury entschied sich für:

  • Teamfähigkeit
  • Umsetzbarkeit
  • Spaßfaktor
  • Sinngehalt
  • Förderung (Finanzplan)

Für den Fachbeirat standen folgende Kriterien im Vordergrund:

  • Beteiligung der Jugendlichen
  • jugendgerecht – jugendrelevant
  • offen für andere Jugendliche
  • Projektverlauf erkennbar
  • Nachhaltigkeit

Anschließend diskutierten wir anhand unserer Kriterien den gesamten Nachmittag über die Projekte. Erst gegen 19 Uhr waren wir fertig [!!Stöhn!!]. Früh am nächsten Morgen weckten wir allmählich die noch schlafenden Betreuer und die Zimmer mit der besten Musik aus Rock, Pop und Heavy Metal.

Nach dem Frühstück gingen wir zurück an unsere Aufgabe. Nach ausgiebigen Diskussionen begannen wir mit dem Ranking. Um 15 Uhr kam der Moment, auf den alle gewartet hatten. Wer war noch im Rennen? Wer war schon raus? Die Jury, Jung und Alt, Groß und Klein, führte eine letzte Plenumssitzung durch. Der Countdown lief. Wie viele und vor allem welche Projekte sollten mit insgesamt 80 000 Euro gefördert werden? Die Antwort: 28. Die einen hatten Glück, für andere war der Traum vom eigenen Projekt damit ausgeträumt. Tapferkeit haben sie alle bewiesen.

Die Jugendjury: Eine Gruppe, die sich in aller Schnelle zusammengefunden hatte; eine Gruppe, die soeben etwas Großes vollbracht hatte; eine Gruppe, die sich so wohl nie wiedersehen würde, tauschte schnell noch Telefonnummern aus, bevor sie sich endgültig trennte und auf den Heimweg machte. Ich glaube, dass jeder von uns viel mitgenommen und einen tiefen Eindruck hinterlassen hat. Ich wünsche allen, die ihre Projekte in die Realität umsetzen dürfen, alles Gute! Umso mehr tut es mir für all diejenigen leid, deren Projekte nicht so viel Glück hatten. Euch kann ich nur raten: Macht weiter! Bildet Initiativen mit Freunden oder mit der Schule, um euer Projekt doch noch umzusetzen.

„Diesen Text habe ich Euch geschrieben, damit ihr unsere zwei gemeinsamen Tage nie vergesst. Aber auch um mich bei allen zu bedanken, die meinem Projekt, dem Schulradio mit Radio T in Chemnitz, ihre Stimme gegeben haben.“

Kevin Fischer, Jugendjury-Mitglied aus dem Programm Hoch vom Sofa
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Wie können wir einen Projektfonds in unserer Gemeinde etablieren? https://starkimland.de/wie-koennen-wir-einen-projektfonds-in-unserer-gemeinde-etablieren/ Tue, 27 Nov 2018 13:35:05 +0000 https://www.starkimland.de/?p=1288 Mehr lesen..]]> Fördertöpfe für Kinder- und Jugendprojekte sind eine super Sache. Aber wie kann ich das in meiner Kommune umsetzen?

Kurz und bündig erfahren Sie hier, wie Sie das Engagement von Kindern und Jugendlichen in ihrer Gemeinde fördern und sie bei der Umsetzung eigener Ideen unterstützen können.

Was ist ein Projektfonds für Kinder- oder Jugendbeteiligung?

Mit einem Kinder- oder Jugendfonds unterstützen Sie junge Menschen in ihrer Kommune bei der Umsetzung eigener Projektideen. Die Funktionsträger der Kommune legen sich auf einen bestimmten Betrag fest, der Kinder oder Jugendliche zur Realisierung ihres Projekts ausgezahlt wird.  Die finanzielle Förderung läuft dabei unkompliziert und unbürokratisch ab.

Klären Sie im Vorfeld folgende Punkte ab:

  • Höhe des Budgets: feste oder flexible Summe je nach Projekt
  • Zielgruppe: Kinder oder Jugendliche, welches Alter?
  • Zeitschiene und Fristen
  • Verantwortliche in der Kommune als Ansprechpartner

Welches Projekt soll gefördert werden, welches nicht?

Stellen Sie Bewertungskriterien dafür zusammen, welche Projekte förderfähig sein sollen. Einige Beispiele:

Projekte können gefördert werden, wenn:

  • … sie möglichst viele Kinder und Jugendliche beteiligen
  • … sie niemanden ausschließen
  • … sie von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche sind
  • … in der geplanten Zeit umgesetzt werden

Projekte können nicht gefördert werden, wenn:

  • … der Antrag ohne die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erstellt wurde
  • … Alkohol, Tabak etc. Bestandteile des Projektes sind
  • … ein rassistischer oder menschenfeindlicher Hintergrund des Trägers oder der Jugendgruppe besteht

Wie erfahren die Kinder und Jugendlichen von dem Projektfonds?

Hier gibt es keinen goldenen Weg. Das Vorgehen ist abhängig von der Zielgruppe und den Kommunikationsstrukturen der jeweiligen Kommune. Zielführend ist es meist, die Informationen auf verschiedenen Wegen zu streuen. Achten Sie auf ein ansprechendes Layout und einfache Sprache.

Kinder und Jugendliche informieren

  • offizielle Briefe an alle Kinder oder Jugendlichen in der Gemeinde
  • Einbindung der Schulen, sodass sie zum Multiplikator werden
  • Plakate an Bushaltestellen
  • Informationen über Gemeindeblatt mit ansprechendem Layout
  • Flyer in Jugendclubs, Sportvereinen etc. auslegen

Wie kann über die Projektideen der Kinder- und Jugendlichen abgestimmt werden?

Fonds mit Antragsverfahren

So geht’s: Verfassen Sie einen kurzen und ansprechenden Antrag, der den Kindern oder Jugendlichen zur Verfügung gestellt wird. Wie ein Antrag aussehen kann sehen Sie hier.

Stellen Sie eine Jugendjury  zusammen, die sich mit den Anträgen auseinandersetzt und je nach Fördertopf die Preisträger nominiert. Um die Entscheidung transparent zu machen, muss die Jury eigene Bewertungskriterien aufstellen. Unabhängige Moderatoren sind dabei hilfreich.

Vorteile:

  • Jugendliche haben Zeit, Projektideen alleine oder in der Gruppe auszuarbeiten
  • geringer zeitlicher Aufwand für die Jugendlichen
  • es muss kein gemeinsamer Termin gefunden werden

Nachteile:

  • Antrag kann eine Hürde für Kinder und Jugendliche sein
  • es kommt zu keinem persönlichen Kontakt zwischen Jugendlichen und erwachsenen Unterstützern

Projekttag mit Juryentscheidung

Um den bürokratischen Aufwand eines Antragverfahrens zu umgehen, gibt es die Möglichkeit eine Veranstaltung zur Ideenpräsentation und Entscheidung durchzuführen.

So geht’s: Kinder und oder Jugendliche werden bereits vorab über den Projektfonds informiert und kommen mit groben Projektideen zur Veranstaltung. Erwachsene Moderierende unterstützen dabei, die Projektideen zu konkretisieren. Anschließend werden die Ideen präsentiert und je nach Fondsgröße, abgestimmt. Die Abstimmung soll durch die Jugendlichen selbst durchgeführt werden. Von den Jugendlichen selbst aufgestellte Bewertungskriterien helfen dabei.

Vorteile:

  • Kinder und Jugendliche bekommen Unterstützung
  • öffentlichkeitswirksame Veranstaltung

Nachteil:

  • großer organisatorischer Aufwand
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Aus der Praxis: Auftakt in Oybin https://starkimland.de/aus-der-praxis-auftakt-in-oybin/ https://starkimland.de/aus-der-praxis-auftakt-in-oybin/#comments Tue, 27 Nov 2018 13:11:40 +0000 https://www.starkimland.de/?p=1269 Weiterlesen ...]]> Was kann eine Kommune für junge Menschen tun? Um das herauszufinden, muss man sie am besten einfach selbst fragen. Die Auftaktveranstaltung ist dafür der passende Rahmen. Denn wo kann man sich besser kennenlernen als auf einem Fest?

Wenn es um die Belange von Kindern und Jugendlichen geht, ist Bernd Herfort der erste Ansprechpartner im Ort. Er ist Mitglied im Gemeinderat von Oybin, einer kleinen Kommune im Landkreis Görlitz, an der tschechischen Grenze. Die Burg und das Kloster sind die Hauptsehenswürdigkeiten des Ortes, der von der idyllischen Landschaft des Zittauer Gebirges umgeben ist. Die Region ist touristisch gut erschlossen. In vielen Häusern werden Gästezimmer vermietet.

„Wir haben eine Schülerband eingeladen, auch damit die Kinder sehen können, was möglich ist und was andere Kinder in ihrem Ort so machen.“

 

Ganz anders sieht das Angebot für junge Menschen in Oybin aus. Lange gab es im Ort kaum Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Bernd Herfort erzählt, dass die örtliche Grundschule  schon lange geschlossen ist. Die Kinder gehen verstreut in die umliegenden Nachbargemeinden zur Schule. Häufig wissen sie gar nicht, wer in ihrer Nachbarschaft wohnt und wie viele andere Kinder es im Ort eigentlich sonst noch gibt. Das musste sich ändern, fand Bernd Herfort. Kinder- und Jugendbeteiligung sollte in Oybin zum Thema werden. Seit 2015 nimmt die Gemeinde deshalb am Programm Jugend bewegt Kommune teil.

Der Projektstart: Kick-off als Auftakt

Das Veranstaltungsformat Kick-off ist als Initialzündung gedacht, um alle Interessierten erstmals zusammenzubringen. Mit einer möglichst festlichen Veranstaltung soll die Dringlichkeit von Kinder- und Jugendbeteiligung in die Kommune getragen werden.

Im Herbst 2015 fand in der selten genutzten Oybiner Turnhalle der Kick-off für die Teilnahme an Jugend bewegt Kommune statt. Junge Menschen in ihrer Lebenswelt abzuholen, wurde in Oybin wörtlich genommen: Am Tag des Kick-off fuhr ein Sonderbus durch die verschiedenen Ortsteile und sammelte Kinder und Jugendliche ein, um sie zur Veranstaltung zu bringen.

Bernd Herfort erinnert sich an die Planung der Veranstaltung: Einem Aufruf im Ortsblatt folgten Flyer und Plakate. Auch übers Internet, besonders bei Facebook, machten sie auf die Veranstaltung aufmerksam. Schließlich kamen rund 40 Kinder und Jugendliche in die Turnhalle. Der Auftakt von Jugend bewegt Kommune sollte ein Fest sein, dass den Kindern und Jugendlichen Spaß und Unterhaltung beschert.

„Wir haben eine Schülerband eingeladen, auch damit die Kinder sehen können, was möglich ist und was andere Kinder in ihrem Ort so machen.“, erinnert sich Bernd Herfort. In der Turnhalle gab es außerdem eine Kletterwand, die der örtliche Kletterverein betreute. Auch ein gemeinsames Fußballspiel wurde organisiert. Ziel des Kick-off  war es grundsätzlich herauszufinden, was Kinder und Jugendlichen für Veränderungen vor Ort wünschen. Dazu organisierte die DKJS einen Workshop, in dem die Kinder und Jugendlichen, aufgeteilt in drei Altersklassen, befragt wurden und Wünsche und Ideen äußern konnten.

Ein Treffpunkt und die Mobilität

Der Workshop zeigte, dass sich die Jugendlichen für Oybin besonders zwei Dinge wünschen: einen Treffpunkt, an dem sie zusammenkommen können und eine Lösung für die eingeschränkte Mobilität.

Wie so oft auf dem Land fahren auch in Oybin die Busse unregelmäßig und ein Jugendtreff fehlte schon lange. Die jüngeren Teilnehmer wünschten sich als Freizeitangebot außerdem eine Lego-Ecke zum Spielen.

Was ist seither in Oybin passiert? Man darf behaupten: so einiges! Kein halbes Jahr später wurde in der Bibliothek „Haus des Gastes“ eine Spielecke mit Lego eingeweiht. Aus der Kick-off Veranstaltung gingen außerdem zwei Gruppen hervor, die sich dafür einsetzten, dass Jugendtreffs entstehen. Inzwischen wurden in  Oybin gleich zwei neue Treffpunkte für junge Menschen geschaffen: der Jugendtreff „Europaeck Hain e.V“, in einem Ortsteil von Oybin, und der Jugendclub in Lückendorf, der im Herbst 2016 eröffnete.  Ein neuer Bolzplatz kam noch dazu – gleich hinter der tschechischen Grenze, sodass er sowohl von deutschen als auch von tschechischen Jugendlichen genutzt wird.

Lösungen für die eingeschränkte Mobilität zu finden, ist weitaus schwieriger. Bernd Herfort denkt derzeit über eine Kooperation mit Bussen für Senioren nach, die genauso von unregelmäßige Fahrzeiten betroffen sind. Am Tag der Kick-off Veranstaltung hat der Sonderbus die Kinder und Jugendlichen wieder nach Hause gebracht.

Mit dem Kick-off als Auftaktveranstaltung wurden in Oybin einige Prozesse angeschoben. Kinder- und Jugendbeteiligung ist nun im Ort ein präsentes und vieldiskutiertes Thema. Außerdem hat sich durch die erfolgreiche Umsetzung der Projekte sichtbar etwas für die Kinder und Jugendlichen getan.

Auch für die Schülerband war es ein Auftakt nach Maß: Ihrem ersten Auftritt beim Kick-off sollten über ein Jahr lang fast an jedem Wochenende weitere Auftritte an anderen Orten folgen.

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Was wünschen sich Jugendliche in meiner Kommune? https://starkimland.de/was-wuenschen-sich-jugendliche-in-meiner-kommune/ https://starkimland.de/was-wuenschen-sich-jugendliche-in-meiner-kommune/#comments Tue, 27 Nov 2018 13:09:03 +0000 https://www.starkimland.de/?p=1260 Mehr lesen..]]> Der Ideenworkshop dient dazu, ortsbezogene Bedürfnisse und Wünsche von Jugendlichen festzustellen. Außerdem erfahren Sie, auf welche Art und Weise sich Jugendliche in der Kommune engagieren möchten. Diese Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für den weiteren Beteiligungsprozess.

In einzelnen Arbeitsphasen erlernen die Jugendlichen das ABC des Projektmanagements, um darauf Projektideen für eine jugendfreundlichere Gemeinde auszuarbeiten.

Gruppengröße: max. 20 Jugendliche

Anleitung: empfehlenswert sind zwei Moderierende

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